Dienstag, 18. Februar 2014

Leben | Kreative Hunsrücker: Ricarda, Fotodesignerin

Endlich starten wir mit unserer Reihe "Kreative Hunsrücker". Los geht es mit Ricarda Mohr, einer "Ur-Hunsrückerin", die jetzt in Dortmund lebt. Ricarda ist 35 Jahre alt und von Beruf Fotodesignerin. Ihre kreativen Hobbies sind malen und Collagen entwickeln, stricken und nähen. Ricarda war so nett, uns ein paar Fragen zu beantworten. Lest selbst.




Deine Verbindung zum Hunsrück?
Ich bin im Hunsrück geboren und groß geworden, habe hier die Schule und das Flash besucht. Mit Beginn meiner Lehrzeit (1998) habe ich mich schrittweise immer ein bisschen weiter vom Hunsrück abgenabelt, so wie das Kind von der Mutter. Meine Wurzeln liegen im Hunsrück und darauf bin ich sehr stolz!  Oft habe ich Heimweh und vermisse den Hunsrück.

Was bedeutet für dich Kreativität?
Mich mit allem was ich tue auszudrücken und zu gestalten  - auch die Wäsche mit Liebe zusammenlegen und so aufschichten, dass es mir gefällt, dass ich mich wohlfühle beim Blick in den Schrank. Den Turm gemeinsam mit meinem Stiefsohn schön hoch aufbauen und  dann das wichtigste: zertrümmern – so richtig mit Schmackes!
Kreativität bedeutet für mich: „ES“ mit Lust zu tun.
Die tollsten Momente sind für mich, wenn ich ohne große Idee vor meinen Schatzkisten sitze, die Hände machen lassen und wenn dann etwas Schönes entsteht… 

Woher nimmst du deine Inspirationen?
Aus anderen Disziplinen – ich mache im Moment eine Fortbildung in Clownerie… das bringt das Gehirn durcheinander. So entstehen automatisch neue Ideen durch veränderte Verknüpfungen in der Birne.
Aus Tätigkeiten, die total gleichförmig sind: stricken, gehen, putzen, kochen… das macht das Gehirn auch frei.
Indem ich „ES“ einfach tue: nicht so lange drüber nachdenken, sondern reinhauen. 



Ricarda in Aktion
Wie holst du dich aus einem kreativen Tief heraus?
Nach dem Tal kommt immer auch wieder eine Höhe: ich akzeptiere, dass es  - wie in der Natur im Winter – Phasen gibt, in denen das „Wirken des Lebens“ nicht von außen sichtbar vonstatten geht, sehr wohl aber innen, im Verborgenen.
Mich auf den Augenblick konzentrieren. Zum Beispiel: JETZT! (Selbst gemerkt?!)
Atmen. Bewegen. Was Warmes trinken. Weiter machen.
 
Dein Geheimtipp für unsere Blogleser für kreativen Input?
1. Anhalten und kurz Durchatmen,

2. den Ausblick genießen:  was sehen meine Augen, was riecht meine Nase, was fühlt meine Haut, was machen/spüren meine Hände, …

3. Weiter geht’s.

Wenn ihr mehr über Ricarda und ihre Arbeiten erfahrten wollt, schaut mal auf ihrer Seite mohr-vision.de  vorbei. Außerdem zeigen wir euch in den nächsten Tagen hier auf dem Blog ein Fotoshooting, das Ricarda  mit uns gemacht hat. Wir sagen nur so viel: Bride Attack...

Freitag, 14. Februar 2014

Happy Valentine!?

Liebe Kerstin M., 

es ist mal wieder soweit, heute ist Valentinstag!
Ich weiß, für dich ist es der Tag der Blumenindustrie, für mich ist es der Tag der Liebe! Ich möchte ja nicht abstreiten, dass dieser Tag ein klein wenig die Blumen- und Pralinenindustrie "unterstützt", aber ich bin eine hoffnungslose Romantikerin und finde die Idee dahinter super! Einfach mal seinen Liebsten eine Freude machen und damit meine ich nicht nur den Partner oder die Partnerin. Eine meiner lieben Arbeitskolleginnen hatte beispielsweise am Valentinstag Herzplätzchen für uns alle gebacken. Diese Plätzchen zauberten mir und meinen Kollegen ein Lächeln ins Gesicht und meine Grundstimmung an diesem Tag war gleich viel besser. Überhaupt, egal woher der Valentinstag nun kommt liebe Kerstin, ich habe an diesem Tag eine positive Einstellung und freue mich mit kleinen Dinge wie Herzbüroklammern am Arbeitsplatz, Post-its mit lieben Worten... Anderen eine Freude zu machen, damit sie wie ich bei den Herzplätzchen eine positive Stimmung für den Tag bekommen. 
So, wenn Du jetzt in Valentinstagsstimmung bist, habe ich einen schnellen Linktipp für ein potentielles Geschenk: www.chocri.de Hier kannst Du deine eigene Schokoladenkreation für deinen Liebsten entwerfen...LECKER!!!  Fals Du jetzt denkst: na toll, zu spät! Warum? Setzt Dich mit deinem Mann an den PC und lasst der Kreativität freien Lauf!  

In diesem Sinne: Happy Valentine! 
Deine Kerstin B.


 
 
Liebe Kerstin B.,

es ist ja nicht so, dass ich den Valentinstag nicht mag oder gar ein Valentinstags-Hasser bin, mir ist der Tag eher gleichgültig. Häufig vergesse ich ihn auch einfach. Gott sei Dank sieht mein Mann das ähnlich. Wir schenken uns keine Blumen und Pralinen und gehen auch nicht gemeinsam essen oder ins Kino. Für uns haben unser Jahrestag oder unser Hochzeitstag eine größere Bedeutung, denn diese Tage gehören nur uns. Ich finde es außerdem schön, wenn man sich das ganze Jahr über mit Kleinigkeiten eine Freude macht. Zum Beispiel, wenn mein Mann mir vor meinem Mädelstrip nach Stockholm ein Päckchen in die  Hand drückt: einen Krimi, der in Stockholm spielt. Oder wenn ich sonntagsmorgens einen Kaffee ans Bett gebracht bekomme und noch eine halbe Stunde gemütlich im Bett lesen kann, während mein Mann mit unserer Tochter im Wohnzimmer spielt. Ich habe übrigens ein Büchlein, in das ich mir das ganze Jahr über Ideen notiere, wie ich anderen (nicht nur meinem Mann, auch meiner Familie oder Freunden) eine Freude machen kann. So muss ich auch an Geburtstagen oder Weihnachten nicht lange grübeln, was ich wem schenken könnte.
Auch wenn ich kein Valentinstagsfan habe ich dir liebe Kerstin (und euch allen natürlich auch) als kleinen Valentinstagsgruß ein Lied mitgebracht:

I want to hold your hand 

Der Film dazu ("Across the universe") ist übrigens sehr sehenswert. Vielleicht hast du ja Lust, ihn heute abend mit deinem Mann zu schauen? Ganz liebe Valentinstagsgrüße,
Deine Kerstin M.

Samstag, 8. Februar 2014

Leben | Hochzeitswahn: Farbkonzept!?

Muss es bei einer Hochzeit immer ein Farbkonzept geben?
Als feststand, dass wir heiraten, wurde ich sehr häufig auf die „Hauptfarbe“ unserer Hochzeit  angesprochen. Denn meistens ist es so üblich, ein Farbkonzept zu haben! Damit war ich völlig überfordert… Woher sollte ich schon 10 Monate vorher wissen, was für eine Farbe ich möchte und ob ich die ganze Deko in diesem einen Farbton bekomme??? Wie Ihr seht, habe ich mich sehr schwer mit einem Farbkonzept getan! Ich bin auch eher der "neutrale" Farbtyp und habe beschlossen, ich brauche keine Hauptfarbe! Damit ging es mir besser. :o) Jetzt hieß es Inspirationen sammeln! Ich wusste, dass ich gerne Naturmaterialien wie Holz, Wiesenblumen, Strohballen, Tonkarton... möchte und ich ein großer Fan des Vintage- Stil bin. Eine Freundin hat mir dann durch Zufall von der Firma Blickfang in Mainz erzählt. Diese Event-Design-Firma kreiert in einem kostenlosen und unverbindlichen Beratungstermin Euren individuellen Look. Ich war total begeistert! Die gelernte Innenarchitektin hat uns viele neue Ideen eröffnet und gerade mir geholfen meine vorhandenen Vorstellungen umzusetzen und zu verbessern. Natürlich verfügt Blickfang über einen riesigen Deko- und Möbelfundus, den man sich zum besagten Termin ausleihen kann.
Meine Tischdeko stand nach diesem Besuch fest und ich habe viele kreative Ideen mit nach Hause genommen. Übrigens gibt es neben der DIY-Variante auch den Full- Service, in dem das Team von Blickfang sich um alles Erdenkliche (Auf- und Abbau, Drucksachen und das komplette Design, etc.) kümmert.
Schaut Euch einfach mal die Internetseite an, sie spricht für sich: www.blickfang-eventdesign.de

Jetzt konnte ich uns im Internet neutrale Einladungskarten in weiß & zement(farben) über: kreative-hochzeitskarten.com  aussuchen und bestellen...


Hochzeit
Einladungs- und Menükarten über kreative-hochzeitskarten


Und wisst Ihr was? Dann kam doch noch Farbe ins Spiel, denn ich hatte meine apricotfarbenen (manche sagen auch coral oder lachsfarbenen) Hochzeitsschuhe gefunden! ;o)
 

kreativ
 
 
Nun stand auch fest, dass der Brautstrauß und die Blumendeko auf dem Tisch in creme und pastell-apricot sein durften. Da meine Tante Floristin ist, war ich hier gut beraten: Birgit´s Blumenladen in Emmelshausen (Hunsrück). Die Tischdecke habe ich (und natürlich mein Mann) in aschgrau ausgesucht, da sie sich wunderbar mit jeder Deko sowie jeder Farbe kombinieren lässt.
 


Brautstrauß




Hier habe ich einen kurzen Einblick in meine Wald- und Wiesenblumendekoration für Euch:



Blumendeko von Birgit´s Blumenladen 


 


Apothekerglas: von Blickfang ausgeliehen


Deko Fensterbänke


Lasst Euch nicht stressen wenn Ihr euch nicht auf eine Farbe festlegen wollt und sucht Euch erst einmal Inspirationen, dann kommt der Rest wie von selbst!

Mittwoch, 15. Januar 2014

Leben | Hochzeitswahn die Erste

 
 
 
Letztes Jahr befand ich mich im Hochzeitswahn, denn im Juli 2013 habe ich kirchlich geheiratet! Ich glaube eigentlich weiß ich es mein Mann und unser Freundeskreis haben auch etwas darunter gelitten, aber ich bin der Meinung, es hat sich gelohnt und unsere Freunde hatten auch sehr viel Spaß! Zum Glück habe ich so kreative Freundinnen und zudem zahlreiche Ratschläge bekommen, die mir sehr bei der Vorbereitung, Dekoration, Essensplanung usw. geholfen haben. Ich möchte allen angehenden Bräuten und den interessierten Männern meine Ideen und Inspirationen weitergeben und veröffentliche in nächster Zeit einige Bilder und Tipps zum Thema Hochzeit!

Hier kommt auch schon mein erster Tipp:

 
Buch

 
Das Buch: "Einfach Heiraten!" von Stefanie Luxat war für mich ein Muss! Und die Investition hatte sich voll und ganz gelohnt! Stefanie Luxat ist die Frau, die unter anderem hinter dem Blog Ohhh...Mhhh... steckt (sehr zu empfehlen). Sie hat in ihrem Hochzeitsbuch zahlreiche Anregungen für sehr kreative DIY-Ideen von Einladungskarten bis hin zur Danksagung, Linktipps, Expertenratschläge, Gastgeschenke, Fotobox, Tipps gegen Nervenflattern... und vieles, vieles mehr gegeben!
 
 


(Quelle:Einfach Heiraten!)
 


(Quelle: Einfach Heiraten!)
 


(Quelle: Einfach Heiraten!)
 


(Quelle: Einfach Heiraten!)

Ich finde dieses Buch kann auch als Inspiration, grade in Sachen Dekoration, für jede Party dienen! 

Samstag, 11. Januar 2014

Leben | Von Daheim-Burnout und Baby-Pubertät


Morgens um 4:40 (also gut: sehr früh morgens) im Hunsrück: Die Straßen sind still und verlassen, alle Menschen liegen in tiefem Schlaf. Alle? Nein, nicht alle. Ein kleines Mädchen steht in ihrem Gitterbett und ruft wie eine hängengebliebene Schallplatte: Mama, Mama, Mama… . Dieses kleine Mädchen ist meine Tochter.
Ich kämpfe mich aus dem Tiefschlaf (warum habe ich es auch wieder nicht vor halb eins ins Bett geschafft?!?), schlurfe ins Zimmer meiner Tochter und nehme sie mit ins Elternbett. Doch leider ist mein kleines Mädchen so gar nicht mehr müde. Erst spielen wir mehrere Runden Steh-Auf-Mädchen: ich drücke, ähhh lege sie sanft neben mich, sie steht eine Sekunde später wieder im Bett und ruft Audehn, Audehn (zu deutsch: Aufstehen, Aufstehen). 
Irgendwann habe ich sie immerhin so weit, dass sie neben mir liegen bleibt, auch wenn ich dafür  in Kauf nehmen muss, dass sie versucht mir ihre Finger in die Nase zu stecken, zwischen die Zähne zu rammen oder testet, ob sich meine  Wimpern nicht ausreißen lassen. So gegen viertel vor sechs scheint sich endlich eingeschlafen zu sein und auch ich dämmere langsam weg…da reißt mich der Wecker bzw. das Handy meines Mannes wieder aus dem Schlaf. Ich trete meinem Mann unsanft in die Seite und fordere ihn zischend auf, den Handywecker endlich auszuschalten. Leider findet mein Mann sein Handy nicht. Während das Klingeln langsam lauter und lauter wird, wühlt er zwischen Matratze und Betthaupt, zieht hektisch die Bettkästen auf, um mir schließlich zuzuflüstern: Ich finde es nicht, muss Licht anmachen.
Flüstern ist mittlerweile nicht mehr nötig, denn unsere Tochter steht schon wieder im Bett: “ Audehn, Audehn“. Mein Mann verzieht sich ins Bad und ich versuche mal wieder das liebe Töchterlein zum Hinlegen zu bewegen. Diesmal gelingt es mir sogar recht schnell und wir liegen einträchtig nebeneinander, als sich die Schlafzimmertür wieder öffnet und mein Mann hereinkommt mit den Worten: „Sorry, ich muss noch mal Licht anmachen.“  Ich bin mittlerweile kurz vorm Platzen. Während mein Mann vorm Schrank steht und überlegt, ob er heute lieber ein blaues oder ein weißes Hemd, oder vielleicht doch den Strickpullover anziehen soll, plane ich schon in Gedanken unsere Scheidung.
“Ist dir eigentlich klar, dass ich seit viertel vor fünf wach bin?“  fauche ich ihn an.
„Ja, meinst du, ich hätte noch geschlafen, seitdem die Kleine bei uns im Bett liegt?“ faucht er zurück.
Ach, das ist mir ja ganz neu, denke ich wutentbrannt, mein Mann schnarcht mittlerweile auch im Wachzustand!
Während unserer kleinen Auseinandersetzung hat unsere Tochter meine Brille entdeckt und versucht einen Bügel abzureißen. Ich entwende ihr die Brille unter Aufbietung all meiner Kräfte – ja, kleine Mädchen können ganz schön stark sein – und versuche ein letztes Mal sie zum Schlafen zu bewegen.
Erfolglos, der Spruch „Es ist mitten in der Nacht, du musst jetzt schlafen“ zieht logischerweise nicht mehr, da Papa ja auch nicht mehr schläft.
Also ab ins Bad. An Duschen ist gar nicht zu denken, da das übermüdete Kind ein Heulkonzert anstimmt, sobald ich meinen großen Zeh nur Richtung Dusche strecke. Heute daher nur Katzenwäsche, während meine Tochter sich an meinem Bein festklammert und mir ihre Rotze in die Kniekehle schmiert.  Ja, so ein Tag kann doch nur noch besser werden...
Ich erspare euch die Details, hier nur der Tag in groben Zügen: Mittagessen schmeckt heute nicht (obwohl die Kombi Kartoffeln und Zucchini sonst eigentlich immer geht) und wird mit beiden Händen von der Zunge gekratzt und auf den Boden geschleudert.
Als Mittagsschlaf reicht ein Power-Nap von einer halben Stunde. In der einen Sekunde zwischen volle Windel ausziehen und neue Windel anziehen wird auf den Wickeltisch gepinkelt.  Alleine spielen ist total doof, Mama muss immer dabei sein.
Meine To-Do-Liste für den Tag bleibt natürlich unangetastet.
Ich würde sagen, ein klassischer Fall von Daheim-Burnout bei Mama (Kombination aus geistiger Unterforderung und babytechnischer Überforderung) und Baby-Pubertät bei der Tochter. 

Was hilft gegen Daheim-Burnout?
  • Die beste Freundin anrufen und einfach mal jammern!
  • Das Kind packen und raus (ja, auch wenn man sich eigentlich nicht dazu aufraffen kann): Freunde besuchen, ins Cafe, shoppen, andere Mamas und Papas und ihre Kinder besuchen
  • Wer kann: das Kind abgeben und ab in die Badewanne, mit einem guten Buch ins Bett, einer tollen DVD auf die Couch, zur Massage, in die Sauna... 
Was hilft gegen Baby-Pubertät?
Ähhh...nichts?
Oder habt ihr Tipps? Dann immer her damit!
Wie der Tag zu Ende ging? Zumindest einen Punkt meiner To-Do-Liste konnte ich abhaken: Früh ins Bett! Um halb neun liege ich neben meiner Tochter auf der Not-Matratze im Kinderzimmer und versuche ihr zu erklären, dass wir jetzt schlafen und nicht Ham-Ham machen. 
Und bei euch so? Kennt ihr auch Daheim-Burnout-Tage und leidet euer Kind auch manchmal an Baby-Pubertät? Erzählt doch mal!


Macht's gut,

Kerstin M.
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