Dienstag, 3. März 2015

Leben | Mama-Talk: Wie ich meinen Namen verlor oder das neue Wir-Gefühl


Meine Tochter ist mittlerweile zweieinhalb Jahre alt und so langsam habe ich mich daran gewöhnt:

Ich bin nicht mehr Ich. Nein, ich bin jetzt „Die Mama von…“.

Egal ob im Rückbildungskurs, beim Pekip, Babyschwimmen, im Kindergarten:

Überall bin ich nur noch „Die Mama von…“.

Von den vielen, vielen Müttern, die ich in den letzten zweieinhalb Jahren kennengelernt habe, kennen glaube ich die wenigsten meinen Namen. Umgekehrt ist es nicht anders.

Selbst mein Mann nennt mich nicht mehr Kerstin, für ihn bin ich meistens auch nur noch „Die Mama“. 
Nur meine Tochter ruft mich ab und zu „Mama Kerstin“. Ist ja auch verständlich, dass sie bei den vielen „Mamas von…“, von denen sie ständig umgeben ist, mal den Überblick verlieren kann.

Anfangs habe ich darunter gelitten. Hallo?? Mich gibt es auch noch! Ich bin nicht nur Mama. Ich bin noch so viel mehr und vor allem habe ich auch einen Namen! 

Aber, wie gesagt, so langsam habe ich mich daran gewöhnt. Und schließlich, wie so vieles, ist auch das nur eine Phase. Irgendwann, ungefähr in zwanzig Jahren, wenn meine Kinder aus dem Haus sind, wird man mich auch wieder bei meinem Namen nennen.
Falls sich dann noch jemand daran erinnert…

Aber auch wenn ich mich mittlerweile daran gewöhnt habe, bedeutet das nicht, dass ich es gut finde nur noch „Die Mama von…“ zu sein. Umso unverständlicher ist es daher für mich, dass manche Mütter ihre Identität quasi freiwillig aufgeben.

Neulich im Pekip-Kurs, die Mama von Klein-Benni (seht ihr, da ist sie wieder, die „Mama von…“):

„Wir sind wund!“. 

Oha!, dachte ich. Du haust ja hier intime Sachen raus. Ist mir doch egal wie und wo und wieso du wund bist. 
Bis mir dann langsam dämmerte: Ahhhhh, sie spricht nur von ihrem Sohn.

Aber warum zum Teufel, kann sie dann nicht einfach sagen „Benni ist wund“? Häh? Kann mir das mal jemand erklären?

Ich habe das damals schon nicht verstanden, als meine Freundin anfing von sich im Plural zu sprechen.

Ich, mit ungefähr 16 Jahren zu meiner damals besten Freundin:

„Du, sag‘ mal Tina, was machst du denn am Wochenende?“

Tina: „Wir wissen noch nicht, was wir machen.“

Uiuiuiuiui, dachte ich. Habe ich da was nicht mitbekommen? Tina, gibt es irgendwelche verborgenen Persönlichkeiten deines Ichs die ich noch nicht an dir kenne? Identitätsprobleme? Psychische Störung?
Irgendwann habe ich dann aber geschnallt, dass Tina von sich und ihrem neuen Freund redet.

Aber ich schweife ab, zurück zum Thema: Mamas, die von sich und ihrem Kind nur noch in der „Wir-Form“ reden.

In einigen Fällen trifft der Plural sicher zu:

„Wir schlafen immer noch nicht durch“. – Korrekt. Solange meine Kinder nicht durchschlafen, schlafe ich auch nicht durch. So isses leider.

„Tim-Lasse, wir werfen nicht mit Steinen!“ - Ja, das kann ich unterschreiben, mit Steinen werfe ich tatsächlich nicht.

„Marita-Sophie, wir nehmen der Leona nicht das Sandförmchen ab!“ – Nee, mache ich nicht, was will ich auch mit einem ollen Sandförmchen.


Dann wiederum gibt es Situationen, da wird es mit dem Plural schon schwieriger:

„Tamara-Natascha, wir haben genug gegessen, ein Stück Schokolade reicht.“ –
Mmmhhh, ich habe, wenn ich ehrlich bin, kein Problem damit die ganze Tafel zu verdrücken.

„Oh, Franz-Ferdinand, da haben wir aber ein schönes Bäuerchen gemacht!“. – Also, wenn ich es IRGENDWIE vermeiden kann, mache ich kein Bäuerchen mehr, zumindest nicht in der Öffentlichkeit.

„Torben-Olaf, wir reden nicht mit vollem Mund.“ – Stimmt, in der Regel rede ich nicht mit vollem Mund. Aber, wie sagt man so schön? Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn ich meine Tochter davon abhalten will, das Essen, das ihr nicht schmeckt im hohen Bogen auf den Boden zu spucken, ja, dann kann es mir durchaus passieren, dass ich mit vollem Mund rede.

In bestimmten Fällen passt der Plural dann aber wirklich überhaupt nicht:

„Ohhh, da haben wir aber ein schönes Häufchen ins Töpfchen gemacht“. Definitiv nicht!! Ich bevorzuge da doch ganz eindeutig die Toilette!

So ihr Lieben, jetzt muss ich leider Schluss machen, wir müssen nämlich Windeln wechseln!

Alles Gute wünscht euch „Die Mama von…“ alias Kerstin M.

PS: Sämtliche Namen in diesem Post sind frei erfunden. Übereinstimmungen mit lebenden Personen sind rein zufällig.

Dienstag, 24. Februar 2015

Leben | Kreative Hunsrücker: Rudi Alexius, Heimatschriftsteller

Heute möchten wir euch in unserer kleinen Reihe Rudi Alexius vorstellen. Er ist 84 Jahre alt, kommt aus einem 140-Seelen-Dorf im Hunsrück und ist Heimatschriftsteller. 


 
 
Geschrieben hat Rudi Alexius schon immer, zum Beispiel für das Dorfleben oder Familienereignisse. Seit 1994 ist er Mitglied der Autorengruppe Hunsrück und trägt seitdem auch öffentlich seine ernste und besinnliche Lyrik vor. 1996 hat er sein erstes Buch, einen Gedichtband veröffentlicht. Es folgten die Mitarbeit an der Dorfchronik des Dorfes Thörlingen sowie zwei weitere Bände mit Lyrik. Außerdem sind einige seiner Werke in Anthologien veröffentlicht.


 
 
Auch Rudi Alexius hat natürlich unseren Kreativfragebogen beantwortet:

Deine Verbindung zum Hunsrück?
Ich bin geborener Hunsrücker. Meine Heimatverbundenheit rührt zum Teil daher, dass der Hunsrück lange Zeit das vergessene und arme Land war.

Was bedeutet für dich Kreativität?
In erster Linie das Schreiben und auch das Lesen. Ist mir ein Satz gut gelungen, dann freue ich mich, auch, wenn ich nur für mich schreibe. In Verbindung zum Hunsrück bin ich besonders kreativ. Ich möchte die Geschichte des Hunsrücks, also das letzte Jahrhundert, jungen Leuten vermitteln. Damit das Unrecht des Zweiten Weltkriegs nicht in Vergessenheit gerät.

Woher nimmst du deine Ideen, Inspirationen?
Ich war schon immer sehr grüblerisch veranlagt, denke gerne nach. Meine Gedanken sind am frühen Morgen am klarsten, kurz vor dem Aufstehen. Ich brauche unbedingt stille Stunden, Stunden der Besinnung. Das ist mir ganz, ganz wichtig. Ohne die stillen Stunden wollte ich nicht leben.

Wie holst du dich aus einem kreativen Tief heraus?
Durch lange Spaziergänge und stille Stunden. Das eine schließt das andere nicht aus.  


 
 
Zum Schluss möchten wir euch noch eines von Rudis Gedichten vorstellen. Weil wir doch alle sehnsüchtig auf den Frühling warten, passt dieses Gedicht sehr gut, wie wir finden:


Frühling
Wie lang noch bleibst du uns verborgen?
Wirst du doch täglich mehr vermisst,
schon plagen uns gewisse Sorgen,
die Frage gar, wo du nur bist.
Ist eis- und schneebedeckt die Erde,
in Schlaf gehüllt noch die Natur,
verharrt mit frostiger Gebärde
und widersetzt sich Frühlings Spur.
Entschlossen er es dennoch wagt,
dringt vor ins weite Land,
des Winters Reste fort er jagt,
sie vorerst weit verbannt.
Die Sonne freundlich strahlt und lacht,
der Frühling spricht: "Es werde."
So manche Blume nun erwacht,
es öffnet sich die Erde.
Die Glöckchen, schüchtern noch, sich zeigen,
die Krokusse in buntem Reigen,
auch Veilchen sind es, Hyazinthen
und Tulpen, die den Frühling künden.
In Lüften frohes Musizieren,
ist's doch des Lenzes Triumphieren,
im Walde er, in Wies' und Feld,
er nirgendwo sich vorenthält.
Verkündet so des Winters Ende,
macht deutlich klar, dass dies die Wende,
belebend, zartgrün sein Gewand,
der Frühling nun im ganzen Land.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Wohnen | EinBlick Flur

... in den Flur! Heute startet mein erster Post zu meiner neuen Rubrik: EinBlick! Mann oh Mann, was bin ich aufgeregt und gespannt, wie ihr mein (Kerstin B.s) neues Eigenheim findet! Übrigens, wer genau hinschaut findet heute heraus, was das B. bedeutet bzw. wie ich, Kerstin B., richtig heiße. ;o) Also, los geht's:


Deko
 
 
  • Auch im Flur ist meine Liebe zu Sternmotiven nicht zu übersehen. Den Teppich (Fußabtreter) gibt es übrigens hier.

Stern Teppich

  • Ja, ich gebe zu, diese Garderobe ist sonst aufgrund der Jackenanzahl nicht zu erkennen. Aber für die Kamera habe ich eine Ausnahme gemacht. Wer möchte schon 10 Jacken, 20 Schals... sehen!? Die Sternkleiderhaken gehören eigentlich meinem Sohn (wenn seine Mama sie nicht zur Deko zweckentfremdet) und es gibt sie hier.
Garderobe

 
  • Da es im Flur eher etwas farbreduziert ist, peppt diese Kiste, die zur Aufbewahrung von Handschuhen und Mützen dient, das Farbkonzept etwas auf!

 
  • In jedem Flur sollte ein Stuhl stehen! Hab ich mal gelesen. :o) Zum Schuheanziehen oder so... und wenn er dazu noch so schön aussieht, stellt man sich ja gerne einen auf!
alter Stuhl

  • Den Stuhl habe ich von einer lieben Freundin bekommen, die bei dem Sternenmuster an mich denken musste. Da er schon ein paar Jahre hinter sich hat, gibt es auch einige Gebrauchsspuren, die ihn aber nur noch interessanter machen.
  • Wer einen Blick auf den Fußboden wirft, stellt fest, dass es ein Schachbrettmuster ist! Schwarz/Weiß fand ich zwar auch sehr schön, wäre mir persönlich aber zu hart gewesen. Deshalb gibt es farblich nur einen kleinen Unterschied, der aber eine große Wirkung hat.


  • Mein Dekohängeelement (ich habe leider immer noch keinen anderen Namen dafür gefunden) kennt ihr ja noch von hier und hier. So langsam zieht der Frühling bei uns ein und dementsprechend wurde auch mein "Dekohängeelement" umdekoriert.


Deko



  • Der alte Schrank ist ein Erbstück von meiner Oma und wurde von meinem Papa neu aufgearbeitet! Er gehört zu einem meiner liebsten Möbelstücke!

alter Schrank Deko





  • Mit Lampen und mir ist das immer so eine Sache. Es gibt noch Räume in unserem Haus die immer noch keine geeigneten Lampen haben. Woran das liegt? Tja, das wüsste ich auch gerne! Aber immerhin, im Flur habe ich eine Geeignete gefunden:

Blech

  • Mein Lieblingseinkaufskorb hat auch einen schönen Platz gefunden.

Stern 

  • Und jetzt zu meiner liebsten Ecke im Flur:

altes Fenster

  • Eigentlich war an der Stelle, an der das Fenster sitzt eine Tür geplant. Da es aber schon eine Tür zu diesem Raum gibt, haben wir uns entschieden ein altes Fenster einzusetzen! Dank eines lieben Freundes, der uns dieses wunderschöne Fenster besorgt hat, haben wir jetzt den Durchblick zu Küche und Esszimmer.



  •  Mein kleiner Olivenbaum in der Kiste:

Olivenbaum

  • Hier der Aufgang zum Obergeschoss. Dazu bald mehr...


Treppe, Holz weiß




So ihr Lieben, das war der EinBlick in unseren Flur! Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr seid neugierig was es noch so alles zu entdecken gibt!? Weiter geht es nächsten Monat hinter dieser Tür:





Euch allen noch einen wunderschönen Donnerstag! Eure:

Kerstin B.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Meine Lieblingsbücher 2014

Wie auch im letzten Jahr (klick) kommen hier meine Lese-Highlights 2014.

Dieses Jahr ist es mir schwerer gefallen als sonst, meine Favoriten zu finden. Ich habe zwar ähnlich viele Bücher gelesen wie in den letzten Jahren, aber da ich momentan nur abends oder nachts zum lesen komme, habe ich fast nur Krimis gelesen, wo man nicht unbedingt den Faden verliert, wenn man immer nur ein paar Minuten liest, bevor man einschläft. :-)

Trotzdem habe ich neben einem Krimitipp auch drei Romane und ein Sachbuch, die ich euch gerne ans Herz legen möchte. 


Stoner (John Williams) 

William Stoner ist der Sohn eines Farmes, der zum Studium der Landwirtschaft in die Stadt zieht. An der Universität entdeckt er die Liebe zur Literatur und wird schließlich Literaturprofessor. Sein Leben verläuft ohne große Höhen und Tiefen, er heiratet, bekommt eine Tochter, die Karriere an der Universität ist vorhersehbar.
Also eigentlich nichts Besonderes und während des Lesens hatte ich nicht das Gefühl, das könnte eines meiner Lieblingsbücher 2014 werden.
Irgendwie hat Stoner es aber doch geschafft, sich in mein Herz  zu schleichen. Er ist einem schon nach den ersten Zeilen unglaublich symphatisch und man fühlt und leidet auf jeder Seite mit ihm. Sehr berührend. 

(Stoner von John Williams, Deutscher Taschenbuch Verlag)  


Das Rosie-Projekt (Graeme Simsion) 

Genetiker Don Tillmann ist auf der Suche nach der perfekten Ehefrau. Mit einem wissenschaftlichen Fragebogen hofft der (leicht autistische?) Professor, die perfekte Frau fürs Leben zu finden. Doch dann trifft er Rosie...und mit ihr hält das Chaos Einzug in sein gut organisiertes und strukturiertes Leben. Warmherzig, berührend,witzig...unbedingt lesen!

Auf der Leseliste fürs neue Jahr: "Der Rosie-Effekt: Noch verrückter nach ihr". Die Geschichte von Don und Rosie geht weiter... 

(Das Rosie-Projekt von Graeme Simsion, Verlag Fischer-Krüger) 


Im Moment lese ich gerade "Meine Sonne. Mein Mond. Meine Sterne. Das Leben nach der großen Liebe" von Alexa von Heyden.

Mit Mitte 30 steht Sunny vor den Scherben ihrer Beziehung und muss ihr Leben neu ordnen. Wenn das Buch hält, was die ersten Seiten versprichen, dann verdient es auch einen Platz auf dieser Liste. (Meine Sonne. Mein Mond. Meine Sterne. Das Leben nach der großen Liebe von Alexa von Heyden, Eden Books)


Mein Krimitipp ist für die Krimifans unter euch bestimmt nichts Neues, aber da dies im Moment meine absolute Lieblings-Krimiserie ist, darf sie  in dieser Aufzählung auf keinen Fall fehlen: 

Sebastian Bergman-Reihe (Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt)

Ich bin Sebastian Bergman verfallen, ich kann es nicht anders sagen. Bergman ist Kriminalpsychologe, ein Einzelgänger, Frauenheld und eigentlich unausstehlich. Früher war er ein gefragter Profiler doch seit dem Tod seiner Frau und seiner Tochter hat er sich von der Polizeiarbeit zurückgezogen. Der Tod eines Schülers bringt ihn wieder mit seinen alten Kollegen in Kontakt und so unterstützt er fortan das Stockholmer Polizeiteam um Kommissar Höglund. 
Ich muss zugeben, der erste Band hat mich jetzt nicht sooo umgehauen, aber es lohnt sich dranzubleiben. Bergmans Fälle sind immer ungewöhnlich und spannend und jedes Mal mit einem unerwarteten Twist am Ende. Was mich aber wirklich fesselt sind die privaten Geschichten und Probleme der Ermittler, die auch meistens mit einem Cliffhanger enden. Bei jedem neuen Band denke ich: Wow, der bisher beste, das ist nicht mehr zu toppen. Und dann kommt der neueste Fall und ich werde eines Besseren belehrt. :-) 

Ich kann es kaum erwarten, bis endlich der neueste Fall in die Buchläden kommt. Unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen:

Der Mann, der kein Mörder war 
Die Frauen, die er kannte 
Die Toten, die niemand vermisst 
Das Mädchen, das verstummte 


Zum Abschluss habe ich noch ein Sachbuch für euch: 

Karriere im Eimerchen? Warum Mütter nicht zum Arbeiten kommen (Nina Puri) 

Ich glaube, die meisten Mütter wissen, wie schwer es auch heute noch ist - trotz gesetzlichem Anspruch auf einen Kitaplatz, in der Regel familienfreundlichen Unternehmen, flexiblen Arbeitszeiten... - Muttersein und Berufsleben zu vereinen. 
Davon erzählt Nina Puri witzig, teilweise überspitzt, aber immer mit einem Körnchen Wahrheit. In 24 Kapiteln geht es um Themen wie "Die Babypause", "Der Haushalt" "Die Erziehung", "Das schlechte Gewissen" oder "Die Abnabelung"
. 
Kleine Kostprobe?  

"Die deutsche Mutti ist einfach die beste! Wir bringen unsere Männer dazu, zwei Monate Elternzeit zu nehmen, und stehen dann mit Türsteher-Blick hinter ihnen am Wickeltisch. [...] Wir fahnden nach der perfekten Tagesmutter und weinen bittere Tränen, wenn auch das Kind sie mag. Wir heuern eine Putzfrau an und fühlen uns deswegen so schlecht, dass wir die Wohnung vorputzen und nachputzen".

Oder über die Vorteile berufstätiger Mütter: 
  
"Sie können, und alleine das ist schon ein Geschenk, das unbezahlbar ist, in Ruhe pinkeln, ohne dass Ihr Vorgesetzter an die Tür hämmert und Mamaaaa-Mamaaaa-Mamaaaa!!! brüllt.[...]Sie können mittags [...] Insalata Caprese statt Spaghetti ohne Soße essen und einfach "Mahlzeit!" sagen statt "Piep piep piep, wir haben uns alle lieb".  

Wie ihr seht, sehr amüsant und doch regt es auch zum Nachdenken an. Auf jeden Fall lesenswert! 

(Karriere im Eimerchen? Warum Mütter nicht zum Arbeiten kommen von Nina Puri, Knaur TB)

 
So, das waren meine Bücher 2014. Und, ist etwas für euch dabei? Welche Bücher könnt ihr empfehlen?

 Kerstin M.

Freitag, 5. Dezember 2014

Selbermachen | 5 am 5.: Geschenkideen für Weihnachten

Auch dieses Jahr möchten wir euch unsere liebsten Geschenkideen zu Weihnachten zeigen. 

Wer sie letztes Jahr verpasst hat, kann <hier> gerne noch einmal unsere Last-Minute-Weihnachtsgeschenke nachlesen.
Dieses Jahr setzen wir (fast) ganz auf DIY Ideen: 

1. Selbstgemachte Zimttrüffel 

Dieses Rezept habe ich aus dem Buch "selbst gemacht & mitgebracht" (siehe Geschenktipp Nr. 2) Die Trüffel gehen super einfach + schnell und wer Schokolade mag wird sie lieben! benötigte Zutaten für ca. 30 Stück:
  • 100 ml Sahne
  • 200g Zartbitterschokolade
  • 2 TL gemahlener Zimt
  • eine Tasse Kakaopulver
So geht´s:
  • Die Sahne in einem Topf aufkochen. Die Zartbitterschokolade grob zerkleinern und in der Sahne bei schwacher Hitze schmelzen. 1 TL Zimt unterrühren.
Trüffel selber machen
  • Die Schokoladenmasse zum Festwerden ca. 3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Mit einem TL etwas Masse rausstechen und in der Hand zu Kugeln rollen. Den Kakao und 1 TL Zimt in einen flachen Teller geben und die Pralinen darin wälzen.
Zimttrüffel selber machen
  • Schön verpacken und schon habt ihr ein tolles Geschenk für Naschkatzen. Ich habe mich für ein Einmachglas entschieden und es mit je einem Metallherz und einem Tafelherz geschmückt.
Selbstgemachte Zimttrüffel im Glas
  • Die Zimttrüffel kühl aufbewahren und luftdicht verpacken. Sie sind ca. 5 Tage haltbar.
2. Kreative Kochbücher:  

Mein aktuelles Lieblingsbuch: "selbst gemacht & mitgebracht" steckt voller kreativer Geschenkideen aus der Küche. Eine Freundin hat es mir zum Geburtstag geschenkt und ich war sofort begeistert. Neben vielen kreativen Geschenkideen zum Selbermachen wie z. B.: Limonadensirup, Aromazucker, Kürbiskonfitüre, Rosenplätzchen... gibt es auch tolle Verpackungsideen.
 
Buch selbst gemacht & mitgebracht

So sehen beispielsweise die Zimttrüffel im Buch aus:
 

Das Buch kostet 14,99 Euro ISBN: 978-3-440-14045-1 


3. Selbstgemachter Orangenessig und Rosmarinöl
 
Orangenessig und Rosmarinöl selbst gemacht 
 
Zutaten für das Öl:
  • Olivenöl
  • ein Zweig Rosmarin (frisch)
  • eine gut verschließbare Flasche
So geht´s:  

Total easy, ihr wascht die Flasche mit heißem Wasser aus, lasst sie trocknen, gebt den Rosmarinzweig in die Flasche und füllt  das Olivenöl ein! Das war es schon ;o) Sieht super dekorativ und edel aus. Am besten schmeckt es, wenn ihr es vor Gebrauch zwei Wochen ziehen lasst.
Rosmarinöl selbst gemacht
 
Zutaten für den Essig:
  • Weinessig
  • 1 Bioorange
  • 1 EL Honig
  • 1 Flasche
So geht´s:  

Orange gut waschen und die Orangenschale mit einem Sparschäler in Streifen abziehen. Die Schalen mit dem Essig und dem Honig in eine Flasche füllen und zwei Tage ziehen lassen. Dann das ganze durch ein feines Sieb geben und die aufgefangene Flüssigkeit in eine ausgekochte Flasche füllen und gut verschließen.

Orangenöl selbst gemacht

Da ich zur Zeit total auf Tafelfolie stehe, habe ich die Flaschen mit einem Stern aus dieser  Folie beklebt und mit Kreide beschriftet.

4.  Stempel schnitzen

Ein tolles Geschenk für Bastelverrückte, DIY-Fans oder Kinder: ein individuelles Stempelset.
 
DIY Stempel schnitzen aus Radiergummi
 
Ihr benötigt:  
- Radiergummi  
- Bleistift
- Cutter  
- Korken 
- Sekundenkleber
- Stempelkissen
- Tonpapier  
- Geschenkbox 

So geht's:  

Mit dem Bleistift auf den Radiergummi das gewünschte Motiv zeichnen. Mit dem Cutter das Motiv an den Außenlinien einschneiden und den überschüssigen Gummi vorsichtig wegschneiden. Den Radiergummi auf einen Korken kleben und schon ist der DIY-Stempel fertig. Zusammen mit Papier und Stempelkissen alles hübsch in einer Kiste verpacken und fertig ist ein individuelles Stempelset.
 
DIY Stempel schnitzen aus Radiergummi Herz Stern Anker

 5. Selbstgemachter Chai-Sirup...  

...nach diesem Rezept! 

Soooo lecker. Die erste Flasche behalte ich selbst, es muss vor Weihnachten also noch mal Nachschub her. Trinke ich im Moment fast täglich. Einfach einen Schuss von dem Sirup in heiße (aufgeschäumte) Milch einrühren und fertig ist ein unfassbar leckerer Chai Latte. Schmeckt auch im Milchkaffee oder in schwarzem Tee. Der Sirup hält ca. ein halbes Jahr und er ist wirklich sehr ergiebig, ein kleiner Schluck genügt.
 

Vielleicht ist ja für den einen oder anderen von euch etwas dabei, mit dem ihr eure Lieben an Weihnachten überraschen könnt.

Viel Spaß beim Basteln und beim Werkeln in der Küche wünschen,

Kerstin & Kerstin
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